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«Ein trauriges Kapitel» |
| ASV will gegen Quelle Heimkomplex besiegen |
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NEUMARKT (ds) - Heimkomplex im Fachjargon: Auf eigenem Platz über den eigenen Schatten zu springen - ein Kunststück, das dem ASV Neumarkt in der Landesliga Mitte noch nicht gelungen ist. Daheim hat er in dieser Saison noch nie gewonnen. Jetzt endlich soll es klappen, wenn die SG Quelle Fürth zu Gast ist (Samstag, 14 Uhr).
Interimscoach Hubert Kirsch: «Es gibt keine Ausreden mehr. Die Rückrunde hat vor zwei Wochen begonnen, und wir sind noch immer ohne Heimsieg. Die Truppe ist gefordert, dieses traurige Kapitel zu beenden.»
Dass der Druck nach der 0:3-Schlappe vor einer Woche beim damaligen Schlusslicht FC Tegernheim um so größer ist, ist aber nicht verwunderlich.
Der ASV tritt in der Tabelle auf der Stelle. Platz 13 mit 23 Zählern ist zwar noch kein gefährdeter Rang, «doch schnell ist man hinten drin, und plötzlich taucht die Abstiegsangst auf». Doch daran will Kirsch nicht mal denken: «Mit diesem Kader gehören wir nicht zu den Abstiegskandidaten. Ich darf gar nicht daran denken, wenn wir nur die Hälfte unserer Heimspiele gewonnen hätten, wo wir heute stehen könnten.»
Gegen die SG Quelle Fürth, die als Vorletzter fast schon mit dem Rücken zur Wand steht, kann die Parole nur auf Sieg lauten. «Sicherlich stehen die Fürther noch mehr unter Druck als wir, aber noch mehr Gefälligkeiten sollte sich meine Mannschaft nicht mehr erlauben.» In der Vorrunde gab es zwar einen 1:0-Erfolg in Fürth, doch im Pokal ging der ASV mit 0:3 unter. «Vielleicht können wir ja Revanche für das Pokal-Aus nehmen. Dennoch sollten wir Quelle nicht unterschätzen. Zuletzt hatte sie im Heimspiel Schierling fest im Griff, aber am Ende wurde sie zum 1:2 ausgekontert.»
Coach Kirsch - immer mehr verdichten sich die Anzeichen, dass für ihn bald Ioan Pal, Coach des ASV II, einspringt (wohl nicht Erich Hock) - hofft inständig auf den Einsatz von Keeper Rene Übler. Seit Wochen muss der schon mit seiner Knieverletzung pausieren und wird als zuverlässiger Rückhalt schmerzlich vermisst. Kirsch: «Sollte es mit ihm erneut nicht klappen, geben wir Alexander Bayer eine Chance. Bis auf Arment Destani, der aus privaten Gründen noch in seiner Heimat weilt, sind ansonsten alle Spieler an Bord.»
Ein weiteres Problem beim ASV ist derzeit die Misere im Angriff. Torjäger Michael Jonczy trifft seit einigen Wochen nicht mehr, und auch seine Mitspieler haben die Schuss-Stiefel nicht fest genug geschnürt. «Ich hoffe, dass der Knoten im Angriff platzt. Mit Jonczy, Beloruss und Aydin haben wir drei torgefährliche Stürmer, da müsste doch was gehen. Jetzt müssen wir irgendwie schauen, dass ein Dreier eingefahren wird. Wir wollen keinen Schönheitspreis gewinnen, wichtig wären die Punkte», so Kirsch. |
| 21.11.2009 |
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