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Remis wie ein Sieg |
| Ein wichtiger Punkt für die ASV-Kegler in Berlin |
| Remis wie ein Sieg |
NEUMARKT (jw) - Den Punktgewinn wie einen Sieg gefeiert: Die Kegler des ASV Neumarkt schafften in der 2. Bundesliga Ost beim Kleeblatt Berlin ein 5241:5241-Remis – ein in Bahnduellen äußerst seltenes Resultat.
Am fünftletzten Spieltag in der zweithöchsten deutschen Spielklasse gab es in der Hauptstadt in einer eher schwachen Begegnung ein dennoch spannendes Spiel mit dramatischem Finale.
Jedes Holz umkämpft
Beide Teams stritten sich im Kampf gegen den Abstieg um jedes Holz und zeigten auch Nerven. Ersatzgeschwächte Berliner gegen eine krankheits- und verletzungsbedingt kriselnde ASV-Mannschaft – das ließ auf den harten und schwer zu spielenden Bahnen in der Bundeshauptstadt keine höheren Holzzahlen zu. Am Ende waren beide Kontrahenten mit dem Punktgewinn zufrieden.
Vor allem die Gäste aus der Jurastadt feierten ihren ersten Auswärtspunkt in der laufenden Saison wie einen Sieg. Kapitän Jürgen Weinberger: «Dieses Remis verschafft uns Luft im Kampf um den Klassenerhalt.» Auch ASV-Abteilungsleiter, gelöst wie selten, strahlte: «Dieser Punkt ist für uns Gold wert.»
Mit zwei Heimsiegen in den noch ausstehenden vier Begegnungen bis Saisonende können die Neumarkter nun das Klassenziel aus eigener Kraft problemlos schaffen. Drei Punkte Vorsprung haben sie nun auf einen Abstiegsrang. Ein Relegationsspiel bei Punktgleichheit konnte somit auch vermieden werden.
Schlussmann das Ass
Bester ASV-Spieler in Berlin war Schlussmann Zdenek Kovac mit 902 Holz. Die weiteren Einzelergebnisse erzielten Markus Halbritter (899), Kapitän Jürgen Weinberger (870), Jens Waldhauer (863), Christian Robold (858) und Günter Bittner (849 Holz).
Der ASV hatte umgestellt: Sportwart Günter Bittner und Christian Robold eröffneten die Partie für die Gäste. Beide hatten viele Höhen und Tiefen in ihrem Spiel, so dass die Einheimischen klar in Führung gehen konnten (93 Holz). Lange Gesichter bei den mitgereisten ASV-Fans. Bittner begann stark, doch es schlichen sich erneut viele Unsicherheiten ein. Er unterlag knapp (849:861). Christian Robold hatte es mit dem stärksten Berliner zu tun und war chancenlos (858:939).
Der ASV kam nicht in Tritt. Auch die Mittelpaarung musste Federn lassen; der Rückstand erhöhte sich auf satte 119 Kegel. Kapitän Jürgen Weinberger (870:888), verletzungsbedingt nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, unterlag ebenso wie Partner Jens Waldhauer (863:871).
Das Spiel schien gelaufen, doch die Einheimischen hatten nicht mit der momentan stärksten Waffe der Neumarkter gerechnet. Die Schlusspaarung mit Markus Halbritter (899:860) und Zdenek Kovac (902:822), obwohl Letzterer stark gehandicapt wegen einer Handverletzung war, kämpften sich Holz für Holz ran, verkürzten von Durchgang zu Durchgang den Rückstand.
Auf den letzten 25 Wurf im Abräumen schafften sie das schier Unmögliche und holten die restlichen 40 Kegel auf. Markus Halbritters letzter Wurf mit sieben Kegeln sicherte dem ASV den Punktgewinn beim Tabellenvierten und Favoriten.
Als die anderen Ligaresultate bekannt wurden, war der Jubel im ASV-Lager groß. Die Neumarkter hatten nicht nur Rang fünf verteidigt, sondern auch einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan.
Cornelius Altenberger fiel ein Stein vom Herzen. «Das war nichts für schwache Nerven.»
Der ASV hat nun zwei Wochenenden in Folge spielfrei. Genügend Zeit, um diesen Krimi zu verdauen und die Verletzungssorgen loszuwerden. Am 27. Februar um 13 Uhr empfängt der ASV dann auf seiner Heimanlage im ASV-Sportzentrum den ESV Schweinfurt zum Duell und kann mit einem Sieg den Klassenerhalt fast schon perfekt machen. |
| 9.2.2010 |
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