NEUMARKT/PYRBAUM (ds, mem) – Den Spieß umgedreht: Der Bayernligist SV Seligenporten hat den zweiten Test innerhalb drei Wochen gegen den Kreisrivalen ASV Neumarkt (Landesliga Mitte) gewonnen.
Das Team der »Klosterer» um Trainer Karsten Wettberg setzte sich auf der Kunstrasenplatz-Anlage des VfL Nürnberg in Langwasser verdient mit 3:1 (1:1) durch. Beim ersten Mal in Langwasser hatte der ASV mit 2:1 gesiegt.
Beide Teams nutzten noch einmal die Gelegenheit, um ihre Form zu testen, da an diesem Wochenende erneut ihre Punktspiele den schlechten Witterungsverhältnissen zum Opfer fielen. Kurzfristig konnte ASV-Abteilungsleiter und Co-Trainer Hubert Kirsch die Anlage in Langwasser anmieten; beide Trainer – sowohl Wettberg als auch Ioan Pal – waren froh, einen Test absolvieren zu können.
»Über 70 Minuten war es für beide Mannschaften ein guter Auftritt», so Hubert Kirsch. Dass die »Klosterer» die Partie dann mit 3:1 für sich entschieden, lag vorwiegend an ihrer optischen Überlegenheit. Doch der ASV war mit Kontervorstößen stets gefährlich. Aber Coach Wettberg hatte mit dem zweifachen Torschützen Grau auch einen guter Vollstrecker.
Beim ASV fehlten allerdings krankheitsbedingt mit Torwart Rene Übler und Marco Wiedmann zwei Leistungsträger, die nicht so einfach zu ersetzen sind.
Das 1:0 für den SVS fiel in der 19. Minute durch Pollinger, der einen von ASV-Keeper Alexander Bayer abgewehrten Schuss einnetzte. Der ASV ließ aber nicht locker und kam in der 29. Minute durch Ferdinand Ehrl nach Pass von Kajgana aus 15 Metern ins lange Eck zum 1:1.
Nach dem Wechsel, als die »Klosterer» schon fast die halbe Mannschaft auswechselt hatten, erzielte Grau mit einem Drehschuss aus 13 Metern knapp neben den Pfosten die 2:1-Führung (61.). Grau erzielte aus dem Getümmel vor dem ASV-Tor heraus mit einem satten Schuss unter die Latte auch das 3:1 (86.).
»Für uns war es gut, zu sehen, wie die Spieler nach den vielen Trainingseinheiten in Form sind. Ich glaube, so acht bis neun Positionen sind klar, aber zwei bis drei sind noch offen», zog Co-Trainer Hubert Kirsch die Lehren aus diesem Spiel.
»Diesmal haben wir wesentlich schneller gespielt und uns im Vergleich zum ersten Test deutlich gesteigert», lobte Wettberg. Einzig das alte Problem der Chancenverwertung sorgte dafür, dass es zur Halbzeit 1:1 stand. »Alleine Pollinger kann drei bis vier Tore machen.» Zwei Mal hatte der SVS-Stürmer zumindest Pech, als er bloß Aluminium traf. Jubeln durfte er nur in der 19. Minute, als er zum 1:0 abstaubte.
Pollinger: Nasenbruch
Bitter für Christian Pollinger und auch für den SVS ist aber, dass sich der Stürmer in einem Zweikampf die Nase brach und heute operiert werden muss. Überhaupt stand das Spiel unter keinem allzu günstigen Stern für die »Klosterer». Denn auch Michael Brandl verletzte sich nach einem harten Einsteigen seines Ex-Teamkameraden Oliver Beloruss. »Michael hat sich Sprungelenk und am Spann verletzt. Er hat sogar eine offene Wunde», sagte Wettberg. Beloruss selbst bekam für die Aktion die gelbe Karte und entschuldigte sich ausdrücklich bei Brandl. »Es war kein überhart geführtes Spiel, aber diese beiden Aktionen sind eben bitter für uns ausgegangen», so Wettberg.
Ebenso ärgerlich für Wettberg war das Tor des ASV. »Wir machen einen krassen Fehler, und dann kassiert unser Torwart einen Schuss, den er halten muss.»
SV Seligenporten: Siegel (70. Wihr), Brandl (35. Amtmann), Köck, Jobst (46. Knorr), Krauß, Räder (70. D. Pöllet), Wolf, Faltermeier (60. Yelegen), Bauer (46. Roth), Pollinger (46. Rosinger), Yetkin (46. Grau).
ASV Neumarkt: Bayer, Eger (58. Koszil), Winkler, Kraus, Dervishaj, Dausel (46. Destani), Schönweiß, Kajgana, Jonczy, Ehrl, Beloruss (55. Harmel). |